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Hier sehen Sie eine Auswahl meiner eigenen Bestattungsfahrzeuge in chronologischer Reihenfolge. Mit den Jahren habe ich bereits einige interessante Fahrzeuge besessen.

Here you see an excerpt of my own hearses in chronological order. Through the years I´ve owned several interesting vehicles.


Opel Rekord D, 1973, Vogt Autotechnik, "Europa 250". Ich habe dieses Auto zusammen mit meinem damaligen Schulkameraden Christian drei Monate lang besessen. Da wir anschliessend nicht wussten, wie wir uns das gute Stück teilen sollten, haben wir es dann schweren Herzens wieder verkauft. Der Wagen existiert noch heute, wurde aber leider inzwischen zu einem sehr respektlos gestylten "Heavy-Metal-Horrormobil" umgebaut. Das war genau das, was wir verhindern wollten. Schade drum! Er hätte es verdient gehabt, erhalten zu werden.

Mein erster EIGENER Bestattungswagen

Opel Rekord C 1.9, 1970, Rappold Karosseriewerk, Typ "Einzelsarg". Er war mein erster vollständig eigener Bestattungswagen, den ich jedoch nach ca. einem Jahr als Bastlerauto wieder verkauft habe. Er dürfte sich heute noch immer irgendwo im Ruhrgebiet befinden - vermutlich auch noch immer als unfertiges Wrack. Eine Restauration wäre durchaus denkbar gewesen, aber als Lehrling fehlten mir dafür einfach die Mittel und die Erfahrung.

Ein ehemaliger Dienstwagen von mir

Ein 1958 Cadillac Series 86 Eureka Landau. Er gehörte zwar nie mir, doch war ich beruflich oft mit diesem wunderschönen Auto unterwegs, so daß er in jedem Fall zur Liste der von mir bewegten Autos gehört. Es wurden nur ca. 15 Exemplare dieses Typs hergestellt und dieses scheint das Einzige zu sein, das nach Europa geholt wurde. Leider verpasste ihm der deutsche Importeur den eher unpassenden Anstrich in zartrosa. 

Mein "Carlchen" - immer treu über sieben Jahre

Opel Rekord E, 1980, Rappold Karosseriewerk, Typ "Einzelsarg". Dieses Auto war über sieben Jahre lang mein treuer Wegbegleiter und fast so etwas wie mein "Markenzeichen". Er kam zu mir durch ein Missverständnis, sollte dann ursprünglich nur ein Winterauto werden, wurde aber schliesslich doch recht aufwändig aufgebaut. Aber irgendwie war die Luft dann eines Tages ´raus. Nach langem Überlegen habe ich mein gutes "Carlchen" dann aber im November 2004 gegen den MB W 116 Pilato eingetauscht.

Mehr zu diesem Auto bei den Stories von www.leichenwagen.de

Opel Rekord D, 1973, Joh. Welsch & Sohn, Aufbau "Typ 1", besessen zusammen mit meinem Kumpel Wolfram, der hier am Steuer sitzt. Er wurde mir angeboten und ich wollte ihn eigentlich gar nicht haben, aber Wolfram erbarmte sich seiner. Dennoch tanzte er nur einen Sommer lang, bis wir ihn irgendwann doch verschrotten mußten. Er war einfach nicht mehr wirtschaftlich zu retten und wir hätten damals nicht einmal einen Stellplatz für ihn gehabt. Sein einziger öffentlicher "Auftritt" unter unserer Regie war das Schwarzfahrertreffen 1998.


Opel Rekord D, 1974, Vogt Autotechnik, "Europa 300". Ein optisch sehr schönes Fahrzeug, das leider ein "Blender" war und mich ziemlich enttäuscht hat. Jeder Oldtimerfahrer hat irgendwann sein Lehrgeld bezahlt - meines floss in die Anschaffung von diesem Auto. Leider hatte ich damals als "Azubi" keine Möglichkeit, ihn aufbauen zu lassen. Er wurde als Restaurationsobjekt in die Niederlande exportiert und hatte innerhalb kürzester Zeit eine Menge meines Geldes vernichtet.


Opel Rekord E, 1978, Joh. Welsch & Sohn, Aufbau "Typ 1". Er agierte bei Welsch als Leihwagen, bevor ich ihn dort kaufte. Ein im Grunde schönes Auto - aber scheinbar von einem Dämon besessen... Selbst als mir irgendwann echt die Ideen für weitere eventuelle Schäden ausgegangen waren: Der Wagen hatte ständig neue Defekte im Angebot. Mit schwerem Unfallschaden habe ich ihn ca. 18 Monate später verkauft (obwohl ich ihn eigentlich lieber angezündet hätte).

Mein erster Anhänger gegen Ende der 90er

Westfalia Bestattungsanhänger Typ 250 G, 1963. Zwei Bekannte aus unserer Gegend boten mir diesen Anhänger an und ich konnte nicht nein sagen. Es war ein Spontankauf, von dem ich nach einem Jahr wieder trennte, da ich überhaupt kein Auto mit Anhängerkupplung mehr hatte. Ausserdem konnte ich das Geld damals besser gebrauchen. Irgendwann ist der Anhänger mir noch mal bei eBay wieder begegnet. Ob es ihn heute noch gibt, ist mir nicht bekannt.


Mercedes Benz 230 ("Strich 8"), 1974, Rappold Karosseriewerk. Ich hatte diesen für Deutschland sehr typischen Wagen quasi vor der Verschrottung gerettet und eigentlich nur wegen seiner Gardinen gekauft, weil diese ganz hervorragend zu meinem Rekord E Rappold passten. Da der Wagen aus einem Nachbardorf kam und daher vielen Anwohnern bekannt war, verbot mir der Anstand, ihn hier im Kreis als Privatwagen zu fahren. Überdies hätte er auch Einiges an Arbeiten eingefordert. Ich habe ich ihn dann schliesslich bei eBay versteigert.

Der letzte Botschafter aus meiner E-Rekord-Zeit

Opel Rekord E, 1981, Christian Miesen GmbH, Typ "Bonna". Ursprünglich ein Krankenwagen, der mir über drei Jahre als Alltagsauto diente. Er war nicht besonders schön und schon gar kein echtes Bestattungsfahrzeug, aber eben ein seltenes und besonderes Auto: Drei gebaute Exemplare sind bekannt. Ich habe ihn im April 2005 an die Besitzerin des zweiten noch existenten Exemplars verkauft. Damit dürften alle verbliebenen Fahrzeuge dieses Typs nun vereint sein.


Opel Rekord E, 1979, Joh. Welsch & Sohn, Aufbau "Typ 1 unverglast". Ein eher unspektakuläres Auto, welches ich eigentlich nur gekauft hatte, weil es in unserer Gegend zum Verkauf stand und es ein Rekord E mit einem mir bis dahin unbekannten Aufbautyp war. Ich hatte ihn unschlagbar günstig erstanden und später an meinen damaligen Schrauberkollegen Michael weitergegeben, der das Auto wieder aufzubauen gedachte. Dennoch: Im Januar 2005 wurde er verschrottet.


Opel Rekord E, 1980, Paul Stolle, "Typ Nürnberg". Aufgrund seines zweifelhaften Zustandes haben wir das Fahrzeug direkt Teileträger gekauft. Die Karosse wurde im Anschluß verschrottet. Ich denke, daß es sich um ein Einzelstück handelte, welches an Schlichtheit wohl kaum zu überbieten war. Schade, daß gerade er das einzige Auto war, dessen komplette Historie mir vorliegt. Nie werde ich seine "Bergung" aus einer feuchten Friedhofsgarage in Süddeutschland vergessen.


Opel Rekord E 2.3 D, 1979, Pilato Autotrasformazioni (Italien). Unsere "Diva", die ich mit meiner guten Freundin Tanja zusammen besessen habe. Wir hatten ihn direkt aus Sizilien kommen lassen und wollten ihn wieder komplett aufbauen. Aufgrund einiger unglücklicher Umstände mussten wir ihn dann aber doch Anfang 2004 wieder verkaufen. Schon da wußte ich: Es muß einfach irgendwann wieder ein Pilato her! Und auch Tanja mochte dieses Projekt nicht einfach "ad acta" legen... 



Mercedes Benz 280 SE (W 116) Rappold "Coupé". Diese stattliche S-Klasse erhielt ich im Mai 2004 aus Erstbesitz - mit der Auflage, sie zu erhalten und wieder aufzubauen. Knappe zwei Jahre später erstrahlt das Auto nun dank meines Kumpels Jens in neuem Glanz. Ich glaube, ich habe noch nie zuvor ein Auto besessen, welches meinem Schönheits- ideal so exakt entsprochen hätte, wie dieses es tut.



Mercedes Benz 350 SE (W 116), 1973, Pilato Autotrasformazioni (Italien). Im November 2004 habe ich den prächtigen Zeremoniewagen gegen den Rekord E Rappold eingetauscht. Er sollte eigentlich komplett aufgebaut werden, doch habe ich mich aus Zeitmangel und zu seinen Gunsten nach zwei Jahren entschieden, ihn wieder herzugeben. Im Dezember 2006 habe ich das Auto an einen Sammler verkauft.

Das Pflegekind von Jogi und mir

Westfalia Bestattungsanhänger, 1972. Dieser kleine Kerl hatte von März bis Mai 2005 ein eher kurzes Gastspiel bei mir. Mit meinem Kumpel Jogi zusammen habe ich ihn davor gerettet, als morbides Campingmobil zu verenden. Durch die Vermittlung von - meiner Meinung nach - Deutschlands bestem Anhängerspezialisten Peter Lauer wurde das Fahrzeug wieder aufgebaut und wird inzwischen im Umkreis von Hannover wieder im Dienst für ein Bestattungsunternehmen genutzt.


Griebling Bestattungsanhänger, 1955. Dieses Einzelstück, vor über 50 Jahren vom Schreinermeister Gustav Griebling in Siershahn gebaut, fand im September 2005 den Weg zu mir. Der Aufbau besteht fast komplett aus Holz und sitzt auf einem Zentralrohrramen, welcher mit eriner Mercedes-Benz-Achse gekreuzt wurde. Im Dezember 2006 habe ich dieses Unikat in wieder gute Sammlerhände abgegeben.